Guten Beschluss!

Zwei Dinge sind in Uffenheim am Jahresende wichtig:

  1. Man wünscht keinen „guten Rutsch“, auch (noch) kein „gesegnetes Neues“, sondern einen „guten Beschluss!“
  2. Im Jahresschlussgottesdienst muss „Nun danket alle Gott“ am Schluss gesungen werden.

Vor zwei Jahren hat meine Mentorin die Lieder ausgewählt (und ich habe die Predigt gehalten). Damals hat sie den unverzeihlichen Frevel begangen, das weihnachtliche Schlusslied „O du fröhliche“ auch im Jahresschlussgottesdienst zu singen. Letztes Jahr war ich für „Nun danket alle Gott“ als erstes Lied verantwortlich. Aber in diesem Jahr habe ich die Lieder „richtig“ geplant. ;)

Drei Jahre hintereinander habe ich den Jahresschlussgottesdienst in der Uffenheimer Stadtkirche jetzt (mit)gestaltet. Alle anderen großen Gottesdienste habe ich in meinen Vikariatsjahren in unterschiedlichen Kirchen oder in unterschiedlichen Formen erlebt, aber den Jahresschlussgottesdienst dreimal mit Posaunenchor in der Stadtkirche. Da kommt heute ein bisschen Abschiedsstimmung auf, obwohl ich noch bis Februar hier bin.

Im nächsten Jahr werde ich lernen, was in Strössendorf und Altenkunstadt wichtig ist. Die Kirchen und das Pfarrhaus dort habe ich vorgestern besichtigt. Manche Menschen, die dort mitarbeiten, habe ich schon persönlich kennengelernt. Ich freue mich auf weitere Begegnungen ab März.

Werde ich in Strössendorf und Altenkunstadt am Anfang auch irgendwas „falsch“ machen? Garantiert. Perfektion find ich nämlich 1. unmöglich, 2. langweilig und 3. unevangelisch. Richtig schön evangelisch fänd ich’s aber, wenn Gemeindeglieder mir (direkt) sagen, was ich ihrer Meinung nach falsch mache. Dann können wir miteinander reden und im Gespräch passiert das, was Luther als „Priestertum aller Getauften“ bezeichnet hat. Ich bin gespannt, wie das im nächsten Jahr gelingt.

Jetzt wünsche ich aber erstmal einen „Guten Beschluss“ aus Uffenheim nach Strössendorf, Altenkunstadt und in die Welt!