Aufbruchsstimmung in der staaden Zeit

Endlich darf ich es sagen. Ab 1.3.2016 bin ich Pfarrerin in Plattling – meiner Wunschgemeinde. Als ich letzte Woche erst abends den Anruf bekam, war da  unglaubliche Erleichterung und Freude. Ein Grinsen wie ein Honigkuchenpferd hat mich dann die ganze Woche begleitet. Das tut unglaublich gut, nach all dem hin und her und dem Warten. Trotzdem aber auch immer die Gedanken bei den Kollegen, die zum Großteil mit dem Landeskirchenamt in gute Gespräche gekommen sind.

Mein Mann kann mit dem Zug zu seiner jetzigen Arbeitsstelle pendeln. Das dauert keine 35 Minuten. Und wir ziehen tatsächlich in ein Pfarrhaus. Wir haben uns tatsächlich den Träumereien hingeben können, wie wir die Zimmer verteilen. Was wohin kommen soll. Aus der Stellenbeschreibung des Amtsblattes wissen wir ja schon ungefähr wie groß es sein wird. Am kommenden Samstag fahren wir nach Plattling und schauen es uns auch an. Irgendwie total verrückt.

Mich packt die totale Neugier auf die Gemeinde, die vielen neuen Menschen und meinen Kollegen. Ich bin nämlich nicht allein dort. Es gibt außer mir noch einen Pfarrer, weil die Gemeinde mit ca. 2600 Gemeindegliedern ganz schön groß ist. Allein 1700 werden in meinem Sprengel sein und ich werde die Pfarramtsführung bekommen. Das sind ganz schön große und neue Aufgaben, aber auf der anderen Seite wird auch vieles dabei sein, was ich schon kenne und mache. Arbeit mit Jugendlichen und jungen Familien, die es dort gibt. Kindergottesdienste, Konfirmandenarbeit. UND Öffentlichkeitsarbeit. Mich juckt es in den Fingern, ich bin Feuer und Flamme.

Zugleich bin ich aber auch froh, dass ich jetzt noch ein bisschen mein Vikariat genießen kann. Den Schwung nehme ich mit, vieles geht jetzt wieder viel leichter von der Hand. Und dann: Vertraute Gesichter, die sich mit uns freuen und froh sind, dass der Abschied noch nicht so schnell kommt. Vor allem aber, dass es uns gut geht.

Weihnachten steht vor der Tür. Mein größtes Weihnachtsgeschenk habe ich schon im Vorfeld bekommen.